Hundehöhlen

 

 

Der schönste Liegeplatz für den Hund ist eine Höhle. Hier findet der Hund Ruhe und fühlt sich sicher aufgehoben. Viele Hunde beziehen so eine Hundehöhle sofort freiwillig, dennoch empfehle ich ein kurzes Schlafplatztraining, damit sichergestellt ist, daß dieser Platz nicht zum Gefängnis sondern wirklich zum schönsten Platz in der Wohnung wird. Die Höhle sollte für Ihren Hund einen wirklichen Ruhe- und Sicherheitsraum darstellen. Hier sollte er auch auf keinen Fall von Kindern gestört werden oder als Strafe eingesperrt werden.

Wählen Sie eine Höhle mit verschließbarer Tür, so können Ruhephasen besser eingehalten werden.
Ihr Hund wird sich in seiner Höhle sicher und geborgen fühlen, wenn sie von allen Seiten und oben geschlossen ist. Die Tür lassen Sie natürlich die meiste Zeit auf.

Die Höhle wird Ihnen auch bei der Erziehung zur Stubenreinheit behilflich sein und schließlich haben Sie durch eine verschließbare Höhle immer die Sicherheit, daß Ihrem Hund und Ihrer Wohnung während Ihrer Abwesenheit (z.B. unter der Dusche) nichts geschieht.

Auch im gemeinsamen Urlaub oder bei einer Pflegestelle ist die Höhle für den Hund in der fremden Umgebung ein Stück Sicherheit und zu Hause.

Wählen sie für Welpen eine Höhle aus kauresistentem Material, z.b. Metall oder Kunststoff. Ältere Hunde, die die Höhle schon kennen, können auch in eine Textilbox umziehen, die sich noch leichter zusammenlegen und transportieren lässt.

Die Höhe des Box- Eingangs sollte etwas über der Schulterhöhe Ihres ausgewachsenen Hundes liegen. Boxen für den sicheren Transport im Auto können etwas kleiner ausfallen als die Lieblingshöhle im Haus. Damit Ihr kleiner Welpe sich in der großen Box nicht so verloren fühlt, können Sie anfangs einen Teil der Box durch einen Karton zustellen, den Sie dann später, wenn der Hund wächst, entfernen können.

 

Gewöhnung an die Hundehöhle

 

Erzeugen Sie den dringenden Wunsch, in die Hundehöhle zu gelangen

Stellen Sie die Höhle mit Liegekissen und übergehängter Decke auf, lassen Sie die Tür offen und geben Sie Ihrem Hund Zeit, sich das "Ding" erst mal anzuschauen. Wenn es uninteressant geworden ist, holen Sie ein Stück getrockneten Pansen (oder einen ähnlich attraktiven und großen Kauartikel) und zetteln ein Jagdspiel an (Pansen auf dem Boden wedelnd vom Hund wegziehen). Ihr Hund darf den Pansen dabei natürlich nicht erwischen. Wenn er so richtig in Fahrt gekommen ist, legen Sie den Pansen in die Höhle und schließen die Tür. Der Pansen ist drin, der Hund ist draußen! Jetzt lassen Sie Ihren Hund versuchen, in die Höhle zu kommen - so lange er will. Falls er schnell wieder das Interesse verliert, holen Sie den Pansen noch mal raus und wiederholen das Spiel. Schließlich endet die Übung damit, daß der Pansen in der Höhle liegt, die Tür verschlossen ist und der Hund dort nicht hinein kann. So schaffen Sie ein Bedürfnis des Hundes, in die Höhle zu gelangen.

 

Lassen sie den Hund die Erfahrung machen: die schönsten Dinge gibts immer und nur in der Höhle!

Am nächsten Tag wiederholen Sie das Spiel und diesmal darf Ihr Hund letztendlich auch endlich in die Höhle. Er darf auch in der Höhle den Pansen knabbern. Setzen Sie sich aber vor den Ausgang, damit er nicht samt dem Pansen wieder rausmarschiert. Wenn er die Höhle verlassen will, darf er das natürlich, aber ohne den Pansen, den nehmen Sie ihm wieder ab und legen ihn erneut in die Höhle.

Dies werden Sie einige Male (je nach Hund 1-10mal) wiederholen, bis Ihr Hund begriffen hat, daß er den Pansen nur in der Höhle knabbern kann und dort liegen bleibt. Nun können Sie sich auch woanders hinsetzen und für diese Zeit die Tür verschließen. Bleiben Sie aber in unmittelbarer Nähe, so daß Ihr Hund nicht alleine ist. Lassen Sie ihn heraus, wenn er dies möchte (meist, wenn der Kauartikel alle ist).

Es liegt also jeden Tag einmal ein Stück Pansen in der Höhle hinter verschlossener Tür, die irgendwann geöffnet wird und der Hund darf hinein und nur dort den Pansen knabbern. Den Rest des Tages bleibt die Tür offen, so daß Ihr Hund die Höhle immer wieder aufsuchen kann.

Wenn Ihr Hund die Höhle von sich aus aufsucht um sich dort hinzulegen, geben Sie ihm ruhig den Pansen wieder. So lernt er, daß es sich lohnt, in der Höhle zu liegen.

 

Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Hund mag die Höhle und sieht sie als sicheres schönes Plätzchen an, können Sie die Tür auch mal verschließen, während er drin liegt (ohne Kauartikel). Achten Sie immer darauf, daß Ihr Hund sich nicht eingesperrt sondern geborgen fühlt.

Der nächste Schritt könnte sein, während eines Fernsehabends den Hund in seiner verschlossenen Höhle im selben Raum ruhen zu lassen. Nun können Sie auch schon mal für kurze Zeit den Raum verlassen.

 

Merke:

Die Höhle in geschlossenem Zustand darf immer nur zum Wohle des Hundes eingesetzt werden. Z.B. wenn der Hund in Ruhe einen Knochen beknabbern will oder wenn Sie Besuch haben und der Hund nicht zur Ruhe kommen kann. Wenn kleine Kinder im Haushalt oder zu Besuch sind, die den Hund nicht in Ruhe lassen.  Auch dient es dem Wohl des Hundes, wenn er nicht in ein anderes Zimmer oder in den Keller gesperrt werden muß, wenn z.B. Handwerker, Schornsteinfeger oder Besuch, der Angst vor Hunden hat in der Wohnung sind. Der Hund kann im Raum bleiben und wird nicht sozial ausgegrenzt, während Sie sich um die zu regelnden Dinge kümmern können.

Für Welpen ist es auch ein sicherer Ort, während Sie schlafen. So kann er nicht alleine auf Entdeckungstour gehen. Auch Babys und Kleinstkinder liegen in einem Gitterbettchen, während die Eltern beruhigt schlafen können. Der Welpe meldet sich, wenn er ein dringendes Bedürfnis hat und Sie können sich um ihn kümmern. Das stärkt die Bindung, der Hund lernt, sich an Sie zu wenden und nicht eigenständig nach einer ,unter Umständen gefährlichen, Lösung zu suchen.



Hundeberatung Weißgerber
Bahnhofstr. 1
56850 Enkirch

Tel. 0170 36 790 56

Winteröffnungszeiten:

Do 10-12 Uhr und 14-18 Uhr

Fr 16-18 Uhr

Sa 10-12 Uhr

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Hundeberatung