Ernährung des Hundes

Wie sollte die Ernährung eines Beutegreifers aussehen?

 

Einerseits sollten wir der natürlichen Ernährung des Hundes so nah wie möglich kommen, andererseits muß der Ernährungsplan auch in unser tägliches Leben integrierbar sein.

Abgesehen von der Wahl des richtigen Futters ist es auch wichtig, die richtige Fütterungsstrategie zu wählen. Wie wir alle wissen, sind Hunde keine Weidetiere, die ihr Futter in kleinen Portionen über den Tag verteilt zu sich nehmen. Hunde sind Beutegreifer. Also ist es auch natürlich, dass sie vor dem fressen körperlich aktiv sind (wie bei einer Jagd nach der Beute). Genauso natürlich ist es, dass Hunde relativ große Futtermengen aufnehmen und das auch noch in kürzester Zeit (sie schlingen ihr Futter, statt es genüsslich zu kauen). Verständlich, wenn man bedenkt, dass Hunde in sozialen Gemeinschaften leben und fressen und daher jeder bestrebt ist, soviel Nahrung, wie möglich zu bekommen.

 

Bei der Wahl des Futters gibt es nur zwei akzeptable Möglichkeiten:

    1. Frischfleischfütterung mit rohem Fleisch
    2. Trockenfutter in Krokettenform oder Presslinge

Diese zwei Varianten kann man auch kombinieren, indem man sich auf eine Futtersorte festlegt und zeitweise mit der anderen abwechselt. Es ist bei Fütterung von Trockenfutter wichtig, den Darm ab und zu mit frischen Substraten zu versorgen und ihm auch eine Art Darmreinigung zu ermöglichen. Bei der Frischfleischfütterung ist es wichtig, den Hund auch an Trockenfutter zu gewöhnen, für die Zeiten, in denen es nicht möglich ist, frisches Fleisch zu füttern (z.B. bei Krankenhausaufenthalt, Urlaub, Engpass bei der Fleischbeschaffung).

 



Was ist bei der Wahl eines guten Trockenfutters wichtig?

Meines Erachtens ist es durchaus möglich, seinen Hund rundum gesund mit Trockenfutter zu ernähren. Allerdings sollten Sie Ihr Trockenfutter nach folgenden Kriterien auswählen:

 

  • Das verwertbare Eiweiß (Rohprotein) sollte nicht mehr als 25% betragen (auf die Angabe "Verdauliches Rohprotein" achten)
  • Es sollten ungesättigte Fettsäuren, z.B. aus Lachsöl, Hanföl, Nachtkerzenöl, Schwarzkümmelöl, Weizenkeimöl enthalten sein oder vor dem Füttern zugesetzt werden.
  • Das Calcium/Phosphor- Verhältnis sollte max. 1,6 /1 betragen.
  • Mineralien müssen organischen Ursprungs sein.
  • Das Futter sollte beim Herstellungsverfahren nicht hoch erhitzt werden
  • Es dürfen kein Zucker (Glucose oder Karamell), Tiermehl (wie z.B. Geflügelmehl), Farbstoffe, Geruchsstoffe, chem. Konservierungsmittel, chem. Antioxidantien (wie z.B. nach EG Zusatzliste, z.B. BHT,BHA oder Etoxiquiun) enthalten sein.
  •   Achten Sie außerdem auf kurze Transportwege und kurze Zwischenlagerungszeiten.
  • Es sollten nur Kroketten oder Presslinge enthalten sein, keine Flocken, Puffreis oder ähnliches


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Was ist bei der Frischfleischfütterung zu beachten?

Verfüttern Sie kein Schweinefleisch, geeignete Sorten sind: (Pansen, Innereien, Muskelfleisch oder Haut von: Rind, Lamm, Kaninchen Pute, Fisch, Wild)

Füttern Sie 2/3 Fleisch Füttern Sie das Fleisch nur die ersten Tage gekocht, dann überbrüht, dann roh.

Geben Sie dazu:

  • 1/3 Reis (Basmati- oder Vollkornreis), matschig gekocht
  • Lachs-Hanföl oder Nachtkerzenöl
  • Vitamin-Mineralstoffpräparat
  • Biotin
  • Kräutermischung

 

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Darmkur

Egal, ob Sie Ihren Hund also nun überwiegend mit Trockenfutter ernähren oder das Futter selber zubereiten, sollten Sie zwei- bis viermal jährlich eine Darmkur (mind. 5 Tage, besser 10-14 Tage) zur Reinigung und Aktivierung durchführen.

Das Rezept hierfür:

  • 1/2 Fleisch (Pansen oder Blättermagen)
  • 1/2 Reis (Basmati- oder Vollkornreis), matschig gekocht
  • Darmkur I und II finden Sie in unserem Shop


    Bei Bestellung erhalten Sie eine detaillierte Fütterungsanleitung.


Fütterungsfehler vermeiden

Der Verdauungstrakt eines Hundes braucht einige Tage, bis er sich auf neues Futter eingestellt hat, somit bedeutet jede Futterumstellung immer einen gewissen Stress für das Verdauungssystem.

  • Vermeiden Sie häufige Futterumstellungen
  • Füttern Sie entweder Trockenfutter oder Frischfleisch (von den jährlichen Frischfleisch-Darmkur abgesehen)
  • Füttern Sie keine Leckerchen zwischendurch
  • Fügen Sie keine Kalkpräparate oder ähnliches dem Trockenfutter zu
  • Weichen Sie Trockenfutter nicht ein
  • Bieten Sie immer genügend frisches Wasser an
  • Füttern Sie nur, wenn Ihr Hund hungrig ist
  • Füttern Sie nicht zu spät abends
  • Überreden Sie Ihren Hund nicht zum Fressen - Welpen fressen täglich unterschiedlich viel

Ernährung eines Welpen ( ab Zeitpunkt der Übernahme)


Gestatten Sie mir eine Frage vorweg:
Fressen Welpen (mit ca. 8 Wochen) in der Natur anderes Futter, als Ihre Eltern? Ich meine dabei tatsächlich eine andere Sorte von Nahrung. Sie werden mir zustimmen, dass dies nicht der Fall ist.

Richtig dagegen ist, daß Welpen bedeutend mehr als erwachsene Hunde fressen und, um die großen Mengen überhaupt verdauen zu können, auch öfter fressen müssen. Und natürlich gebe ich Ihnen auch Recht, wenn Sie sagen, dass das Futter zerkleinert bzw. vorverdaut sein muß.

Aber seien Sie sicher, dass Welpen kein spezielles "Welpenfutter" mit einer besonderen Zusammensetzung benötigen. Welpen benötigen weder einen bedeutend größeren Anteil an Calcium noch einen bedeutend größeren Anteil an Eiweiß im Futter - sie benötigen für ein gesundes, das heißt langsames, Wachstum von allen Nährstoffen mehr und zwar in natürlichem Verhältnis.

Meine Erfahrungen der letzten 25 Jahre als Tierarzthelferin, als Hundetrainerin, als Ernährungsberatein und natürlich auch als Hundehalterin zeigt, daß Hunde, die gutgemeint mit zuviel Eiweiß oder zuviel Calcium gefüttert wurden, häufiger und zum Teil schwerwiegende gesundheitliche Probleme bekamen, weil Ihre Knochen sich nicht physiologisch entwickeln konnten.

Ein zu hoher Eiweißgehalt führt z.B. zu schnellerem Muskelaufbau = schnelleres Wachstum, mit der Folge, dass das Knochengerüst auf dieses zu hohe Gewicht noch nicht vorbereitet ist und es nicht tragen kann. Die Festigkeit der Knochen wiederum hängt von verschiedenen Faktoren ab, die genau miteinander harmonieren müssen: Genügend Zeit ist ebenso wichtig, wie genügend Bewegung (siehe Kap. Bewegung) und die richtige Zusammensetzung von Mineralien. Der Knochen besteht nicht allein aus Calcium, wie man manch bunter Werbung allzu leicht glauben könnte, sondern aus verschiedenen Stoffen, wie z.B. Phosphor, Kalium, Calcium, Eiweiß, Wasser und zwar in einer exakt ausgeklügelten Zusammensetzung.
Der Körper besitzt Mechanismen, mit denen er erkennen kann, wie viel er in bestimmten Zeiten von bestimmten Stoffen benötigt. Diese müssen ihm dann natürlich im Blut zur Verfügung stehen, damit er sich bedienen kann. Allerdings können andere Körperfunktionen auch nur dann funktionieren, wenn im Blut wiederum ein gewisses Gleichgewicht von z.B. Calcium und Phosphor herrscht. Ist nun im schlimmsten aller Fälle von Beginn eines Hundelebens an immer ein zu großer Teil Calcium im Blut, so wird der Körper versuchen dieses Mineral irgendwo abzulegen. Beliebte Stellen hierfür sind Blutgefäße, Knochen und Gelenke. Das heißt, es entstehen Ablagerungen, die dem Hund früher oder später erhebliche Probleme bereiten werden. 

 

Wie sieht die optimale Welpenernährung aus?

 

Wählen Sie ein gutes Trockenfutter für aktive erwachsene Hunde und führen Sie zweimal jährlich eine Darmkur durch. Bei einem gut zusammengesetzten Trockenfutter können Sie davon ausgehen, dass Ihr Welpe alle wichtigen Nähr- und Vitalstoffe erhält, die er benötigt. Außerdem ist es praktisch in der Handhabung. Durch die Frischfleischkuren ermöglichen Sie Ihrem Hund, sich regelmäßig von innen zu reinigen und seinen Darm zu aktivieren. Außerdem schmeckt es den meisten Hunden sehr gut.

Welpen, fressen unterschiedlich viel. Es gibt Tage an denen sie gar nichts fressen und an anderen Tagen die doppelte Menge des Üblichen. Das hängt zum einen mit der Entwicklung und den Wachstumsschüben zusammen und andererseits verbrauchen Hunde - wie wir Menschen - ja auch nicht jeden Tag gleich viel Energie. Entscheidend ist auch die Futterzusammensetzung und Verwertbarkeit der Futtersorte.

Statt also nun mit Gewichts- und Futtertabelle zwischen Küchenwaage und "Hundewaage" umherzuirren machen Sie folgendes:

  • Füttern Sie Ihren Welpen 3x täglich eine Handvoll.
  • Lässt er etwas Futter übrig, so reduzieren Sie die Portion.
  • Entfernen Sie das übrig gebliebene Futter immer gleich.
  • Macht er nach dem Fressen immer noch einen sehr hungrigen Eindruck, so erhöhen Sie die nächste Ration.
  • Machen Sie täglich den Rippen- und Beckenknochencheck.
  • Füttern Sie den Junghund ab dem 4.-5. Monat nur noch 2x tägl.
  • Füttern Sie ab dem 6.-7. Monat nur noch 1x tägl. (Ausnahme: sehr agile und verfressene Hunde, wie z.B. Labrador, die sonst den ganzen Tag nur Staubsauger spielen würden. Dann weiterhin 2x tägl. füttern).



Rippen- und Beckenknochencheck:

 

Fahren Sie mit den Fingerspitzen über den Brustkorb Ihres Hundes. Die Rippen sollten hierbei leicht zu ertasten sein, d.h. ohne Druck auszuüben. Ist das nicht der Fall, so ist Ihr Hund zu dick = Futter reduzieren.
Fahren Sie mit der flachen Hand über die Kruppe des Hundes. Stehen die Beckenknochen heraus, so ist Ihr Hund zu dünn = Futtermenge erhöhen.

So können sie die Futtermenge individuell anpassen. Lernen Sie Ihren Hund kennen und nicht die Gewichtstabelle auswendig.

 

Wenn Hunde allen Unrat fressen!

 

Hunde fressen z.B. gerne Erde und Lehm. Dies wirkt der Übersäuerung im Körper des Hundes entgegen - schafft also Erleichterung.
Übersäuert sind viele Hunde z.B. durch zu hohe Eiweißfütterung und zuwenig entgiftende Substrate, wie z.B. Kräuter und Tonerde.
Unter Umständen könnte es schon reichen etwas Gerstengras unter das Futter zu mischen. Tiefgreifender wäre allerdings eine Darmreinigungskur (Rezept hier), die zweimal jährlich jeweils 10-14 Tage durchgeführt wird.

Hunde fressen zum Teil auch einfach nur Unmengen von allem Möglichen, weil Sie durch ein nicht intaktes Darmsystem einfach nicht in der Lage sind, alle Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und unter Umständen auch Eiweiße in ausreichendem Maße aus ihrem Futter auf zunehmen.
In diesem Fall empfiehlt sich dringend eine Kotuntersuchung, damit festgestellt werden kann, ob die Darmflora intakt ist. Ist dies nicht der Fall sollten Sie eine Darmreinigung und anschließend den Aufbau einer gesunden Darmflora, z.B. mit Intestinum Liquid durchführen.

DOWNLOAD Fragebogen Ernährung

 

Informationen zum Seminar JAGEN, FRESSEN, VERDAUEN 

 

 

Wasser - das wichtigste Nahrungsmittel!

Zur Ernährung gehört nicht nur das Futter, sondern ebenso das Wasser. Viele Hunde verweigern Leitungswasser und bevorzugen Pfützen, Tümpel oder Regenwasser. Das hat seinen guten Grund und wir sollten uns ein Beispiel an unseren Hunden nehmen. Das Wasser, welches aus unseren Leitungen kommt ist energetisch tot. Es besitzt keine natürliche Struktur mehr und ist zudem noch mit Chlor versetzt und mit Rückständen verunreinigt.

Ein derart beladenes Wasser kann seiner ursprünglichen Funktion, nämlich Giftstoffe aus dem Körper auszuschwemmen nicht mehr nachkommen. 

Wie erhalte ich gesundes Trinkwasser?

Sauberes und energetisch aufgearbeitetes Wasser ist nicht nur für die Gesundheit unserer Hunde wichtig, sondern ebenso für uns selber. Selbst Pflanzen gedeihen besser, wenn sie mit lebendigem sauberen Wasser gegossen werden.

Es gibt viele Wasseraufbereitungsgeräte im Handel, bei der Wahl sollte man darauf achten, dass das Gerät mit mehreren Filtern ausgestattet ist, so dass man nicht immer den gesamten Filter austauschen muss, wenn er durch grobe Verunreinigungen verstopft ist. Ein Gerät mit einem Schwammfilter (für die gröberen Stoffe wie z.B. Rost), der ausgewaschen werden kann und einem Aktivkohlefilter (für Schadstoffe, wie Chlor und Medikamentenrückstände), der dann nur alle 1-2 Monate ausgewechselt werden muss ist Ideal. Außerdem sollte das Wasser nach dem Reinigungsprozess wieder Mineralisiert und "belebt" werden. Dies kann z.B. durch die Kraft von Magneten geschehen oder durch anhaltende Bewegung.

 

Hundeberatung Weißgerber
Bahnhofstr. 1
56850 Enkirch

Tel. 0170 36 790 56

 

Winteröffnungszeiten:

Do 10-12 Uhr und 14-18 Uhr

Fr 16-18 Uhr

Sa 10-12 Uhr

 

Ferienöffnungszeiten:

Mo-Fr 17-18 Uhr

Di 10-12 Uhr

Sa 10-12 Uhr

 

Sommeröffnungszeiten:

Mo,Di,Mi 10-12 Uhr

Do 10-12 Uhr und 14-18 Uhr

Fr 16-18 Uhr

Sa 10-12 Uhr

 

 

 

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